Die Abgasungsfläche ist die wirksame, luftabgebende Oberfläche eines Belüftungselements und ein zentraler Auslegungsparameter für Sauerstoffeintrag und Wirtschaftlichkeit. Bei gleichem Luftvolumenstrom führt eine größere gesamte Abgasungsfläche zu einer geringeren flächenspezifischen Luftbeaufschlagung; dadurch entstehen in der Regel feinere, gleichmäßigere Blasen mit größerer Gas-Flüssig-Grenzfläche und längerer Kontaktzeit. Das erhöht die Sauerstoffübertragung und verbessert den Sauerstoffertrag bezogen auf Luftmenge und Energieeinsatz.
Für die Praxis bedeutet das: Eine ausreichend große Abgasungsfläche kann den erforderlichen Sauerstoffeintrag mit geringerem Luftbedarf und oft auch mit niedrigerem Druckverlust der Belüftungselemente erreichen, was die Energieeffizienz des Gesamtsystems verbessert. Zu groß darf die Fläche jedoch ebenfalls nicht gewählt werden, weil bei niedrigen Lastfällen die Mindestluftbeaufschlagung, die Durchmischung und ein gleichmäßiges Abgasen kritisch werden können. Entscheidend ist daher die abgestimmte Auslegung von Abgasungsfläche, Luftbeaufschlagung, Beckengeometrie und Regelbereich über minimale, mittlere und maximale Betriebszustände.
Quellen: