Grobblasige Belüftung ist vor allem dann vorteilhaft, wenn die Durchmischung eines Beckens wichtiger ist als ein maximaler Sauerstoffeintrag. Grobe Blasen steigen schneller auf und übertragen pro Luftmenge weniger Sauerstoff als feine Blasen, erzeugen jedoch eine kräftige Umwälzung, halten Feststoffe zuverlässig in Schwebe.
Vorteile zeigt sie deshalb besonders in Becken mit hohem Mischbedarf, erhöhten Feststofffrachten, Faserstoffen oder abrasiven Inhaltsstoffen, etwa in Sandfängen, Ausgleichsbecken, Schlammspeichern und häufig auch in aerob betriebenen Schlammbehandlungsstufen. Auch bei intermittierendem Betrieb oder in Anwendungen, in denen Robustheit, geringe Wartungsanfälligkeit und Betriebssicherheit wichtiger sind als Sauerstoffübertragungs- und Energieeffizienz, ist sie oft die zweckmäßigere Wahl.
Für klassische Belebungsbecken, in denen der energieeffiziente Sauerstoffeintrag die Auslegung bestimmt, ist dagegen meist die feinblasige Belüftung überlegen. Grobblasige Systeme sind dort eher eine Lösung für Sonderfälle mit starkem Verschmutzungs- oder Mischungsfokus.
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